Wissen und Kränkung ...
... oder die Büchse der Pandora
Selbst für gründlich Kundige und gewissenhaft Prüfende wird das Urteil immer schwieriger, wo und wie weit 'Wissen' auf nach vertretbarer Methode unvoreingenommen überprüfter und gewissenhaft dokumentierter Bestätigung seiner Behauptungen und Sätze bzw. so begründeten Annahmen oder auf reiner Anmassung beruht. Nicht selten schwingt in der Selbstsicherheit und Souveränität, mit der viele Exponenten der Wissenschaften an die Öffentlichkeit treten, ein Tonfall des Rechthaberischen, Überheblichen und Selbstgefälligen mit. Das kann ganz besonders dort, wo es um Wissen über den Menschen, seine körperliche Bedingtheit und Veranlagung, das Werden, Gelingen und Missraten seiner mentalen Verfassung und um das Leben und dessen Bedeutung geht, kränken.
Viele Vorgänge, Ereignisse und die Aufdeckung währender Missstände stellen den Wert solchen Wissens für die Abbremsung der hemmungslosen Auswucherung verbrecherischer Dynamik und Antriebe hinsichtlich der Beanspruchung für den Erhalt und die Entwicklung von Zivilisation, deren Mass ein autonom mitdenkender, mitfühlender und mitverantwortlicher Mensch ist, notwendigen Ressourcen und hinsichtlich der Teilhabe an den Ergebnissen menschlicher Arbeitskraft und an den Leistungen der Naturkräfte und des diesen innewohnenden Lebens immer unausweichlicher in Frage.
Die 'Sachlichkeit', mit der gewisse Experten genau gegenüber diesen Fragen auf Distanz gehen, sich dafür für 'fachlich' nicht zuständig erklären und sich damit auch gerade jeder ihrer Stellung und ihrem Einfluss entsprechenden persönlichen Mitverantwortung für die Verhältnismässigkeit des Aufwandes für ihr fachliches Kompetent Werden und Sein zum Mangel an Mitteln zur Linderung skandalöser Missstände und Greuel in jeder Hinsicht endgültig enthoben erklärt wissen wollen, wird zum Hohn gegenüber all' denen, die von Allem nichts verstehen und keine Ahnung haben, weil sie zu Zeiten keine Gelegenheit gehabt und bekommen haben, das Nötige darüber zu erfahren, um sich dafür zu interessieren.
In dieser 'Sachlichkeit' wird deren Sinn und Zweck gemäss das von ihr Behandelte zum sie zu dulden und sich ihr zu unterwerfen habenden Objekt. Das ist die zuletzt unausweichliche Wirkung aller ungebändigten und hemmungslosen, schulmeisterlich beharrenden Objektivität.
Der Schritt vom keuschen Wissen zur vergewaltigenden Macht ist getan und ist nicht mehr rückgängig zu machen, selbst wo der wahrhaft Wissende selber reuevoll zurücktritt, denn sein Gefolge ist der Sucht der Macht erlegen. Das Gefolge ist immer nur mitwissend, denn nicht
der Inhalt des Wissens, sondern sein Nutzen und das Licht, worin man sich baden kann, lockt sie und macht sie hörig. Und Hörige sind immer die erste Beute der 'Macht', die in letzter Konsequenz ausser Ausbeutung, Erniedrigung, Zerstörung und Vernichtung nichts vermag.
Darin liegt die den Menschen kränkende und erniedrigende Gefahr allen Wissensmissbrauchs. Das Wissen selbst ist noch nicht 'Macht', sondern erst sein Missbrauch zu Zwecken, die nicht der tieferen Bedeutung seines Inhalts entsprechen oder damit sogar unvereinbar sind, macht es zu einem Instrument der Macht.
Die Kriterien für den Wissensmissbrauch sind nicht von vornherein gegeben, sondern müssen in einem schwierigen und langwierigen kulturellen und gesellschaftlichen Prozess erarbeitet werden und das jeweils Errungene hinkt immer den aktuellen Bedürfnissen nach.
Die Begierden nach Annehmlichkeiten und Bevorzugungen sind schneller geweckt als das Gewissen erwacht. Nicht Pandora ist das Übel, sondern die Vergesslichkeit und Schläfrigkeit des Gewissens (Epimetheus), das ja vor ihr gewarnt war.
Selbst für gründlich Kundige und gewissenhaft Prüfende wird das Urteil immer schwieriger, wo und wie weit 'Wissen' auf nach vertretbarer Methode unvoreingenommen überprüfter und gewissenhaft dokumentierter Bestätigung seiner Behauptungen und Sätze bzw. so begründeten Annahmen oder auf reiner Anmassung beruht. Nicht selten schwingt in der Selbstsicherheit und Souveränität, mit der viele Exponenten der Wissenschaften an die Öffentlichkeit treten, ein Tonfall des Rechthaberischen, Überheblichen und Selbstgefälligen mit. Das kann ganz besonders dort, wo es um Wissen über den Menschen, seine körperliche Bedingtheit und Veranlagung, das Werden, Gelingen und Missraten seiner mentalen Verfassung und um das Leben und dessen Bedeutung geht, kränken.
Viele Vorgänge, Ereignisse und die Aufdeckung währender Missstände stellen den Wert solchen Wissens für die Abbremsung der hemmungslosen Auswucherung verbrecherischer Dynamik und Antriebe hinsichtlich der Beanspruchung für den Erhalt und die Entwicklung von Zivilisation, deren Mass ein autonom mitdenkender, mitfühlender und mitverantwortlicher Mensch ist, notwendigen Ressourcen und hinsichtlich der Teilhabe an den Ergebnissen menschlicher Arbeitskraft und an den Leistungen der Naturkräfte und des diesen innewohnenden Lebens immer unausweichlicher in Frage.
Die 'Sachlichkeit', mit der gewisse Experten genau gegenüber diesen Fragen auf Distanz gehen, sich dafür für 'fachlich' nicht zuständig erklären und sich damit auch gerade jeder ihrer Stellung und ihrem Einfluss entsprechenden persönlichen Mitverantwortung für die Verhältnismässigkeit des Aufwandes für ihr fachliches Kompetent Werden und Sein zum Mangel an Mitteln zur Linderung skandalöser Missstände und Greuel in jeder Hinsicht endgültig enthoben erklärt wissen wollen, wird zum Hohn gegenüber all' denen, die von Allem nichts verstehen und keine Ahnung haben, weil sie zu Zeiten keine Gelegenheit gehabt und bekommen haben, das Nötige darüber zu erfahren, um sich dafür zu interessieren.
In dieser 'Sachlichkeit' wird deren Sinn und Zweck gemäss das von ihr Behandelte zum sie zu dulden und sich ihr zu unterwerfen habenden Objekt. Das ist die zuletzt unausweichliche Wirkung aller ungebändigten und hemmungslosen, schulmeisterlich beharrenden Objektivität.
Der Schritt vom keuschen Wissen zur vergewaltigenden Macht ist getan und ist nicht mehr rückgängig zu machen, selbst wo der wahrhaft Wissende selber reuevoll zurücktritt, denn sein Gefolge ist der Sucht der Macht erlegen. Das Gefolge ist immer nur mitwissend, denn nicht
der Inhalt des Wissens, sondern sein Nutzen und das Licht, worin man sich baden kann, lockt sie und macht sie hörig. Und Hörige sind immer die erste Beute der 'Macht', die in letzter Konsequenz ausser Ausbeutung, Erniedrigung, Zerstörung und Vernichtung nichts vermag.
Darin liegt die den Menschen kränkende und erniedrigende Gefahr allen Wissensmissbrauchs. Das Wissen selbst ist noch nicht 'Macht', sondern erst sein Missbrauch zu Zwecken, die nicht der tieferen Bedeutung seines Inhalts entsprechen oder damit sogar unvereinbar sind, macht es zu einem Instrument der Macht.
Die Kriterien für den Wissensmissbrauch sind nicht von vornherein gegeben, sondern müssen in einem schwierigen und langwierigen kulturellen und gesellschaftlichen Prozess erarbeitet werden und das jeweils Errungene hinkt immer den aktuellen Bedürfnissen nach.
Die Begierden nach Annehmlichkeiten und Bevorzugungen sind schneller geweckt als das Gewissen erwacht. Nicht Pandora ist das Übel, sondern die Vergesslichkeit und Schläfrigkeit des Gewissens (Epimetheus), das ja vor ihr gewarnt war.
Nashaupt - 17. Jul, 07:22